Morgens wiegen heißt, dass du dich jeden Tag zur gleichen Zeit und unter denselben Bedingungen wiegst, am besten direkt nach dem Aufstehen. Das beseitigt die natürlichen Schwankungen nicht, hält aber alle Umstände gleich, die du selbst beeinflussen kannst.
So wiegst du dich
Am Morgen ist der Zustand am besten vergleichbar: nach dem Toilettengang, vor dem Essen und Trinken und vor dem Training. Nimm immer dieselbe Waage auf demselben festen Untergrund und trag möglichst wenig Kleidung, jeden Tag gleich. Direkt nach einer Einheit zu wiegen verfälscht den Wert, weil Schweißverlust darin steckt, der mit dem nächsten Getränk zurückkommt.
Täglich statt wöchentlich
Für ein Trendgewicht sind tägliche Messungen besser als wöchentliche, weil mehr Werte die Glättung stabiler machen. Wer nur einmal pro Woche wiegt, kann zufällig einen Tag mit viel Wasser erwischen und eine gute Woche für eine schlechte halten. In einer Studie von Steinberg et al. 2015 ging tägliches Wiegen außerdem mit mehr Gewichtsverlust einher. Mit nur zwei oder drei Messungen pro Woche funktioniert ein Trend auch, braucht aber länger, bis er belastbar ist.
Trag jeden Wert ein, auch den hohen nach einem Restaurantabend. Eine kurze Notiz zum Tag hilft dir später, einen Ausschlag einzuordnen. Wer das tägliche Wiegen als belastend erlebt, schaut nur auf den Trend und ignoriert den Tageswert. Nach ein paar Wochen gewöhnst du dich an die Streuung und hörst auf, jeden einzelnen Wert zu bewerten.