Skinny Fat beschreibt einen Körper, der in Kleidung schlank wirkt, aber wenig Muskulatur und vergleichsweise viel Körperfett hat, oft mit weichem Bauch. Das Gewicht ist dabei meist unauffällig, deshalb sagt die Waage allein wenig über das Problem.
Der Begriff ist kein medizinischer, sondern einer aus der Fitness-Szene. Er beschreibt eine Körperzusammensetzung, keine Krankheit.
Warum ein harter Cut selten hilft
Der erste Reflex ist oft: abnehmen, bis der Bauch weg ist. Mit wenig Muskulatur macht ein harter Cut dich aber vor allem dünner, nicht definierter. Was fehlt, ist in erster Linie Muskelmasse, nicht ein niedrigeres Gewicht.
Ein Bulk mit großem Überschuss ist ebenfalls keine gute Idee. Wer schon relativ viel Fett hat, holt laut einer Auswertung von Forbes 2000 aus einem Überschuss einen kleineren Anteil fettfreie Masse heraus.
Was meistens besser passt
Skinny Fat ist der klassische Fall für die Mitte zwischen Bulk und Cut. Bist du Anfänger, bringt dir progressives Krafttraining auf Erhaltung oder mit einem sehr kleinen Überschuss am meisten, zusammen mit viel Protein. Dabei baust du oft Muskeln auf und verlierst gleichzeitig etwas Fett. Das nennt man Body Recomposition. Sie funktioniert bei Anfängern und Menschen mit etwas mehr Körperfett am besten.
Fortschritt messen
Weil die Waage dabei fast flach bleibt, brauchst du andere Messgrößen: Taillenumfang, Fotos unter gleichen Bedingungen und deine Kraftwerte im Training. Eine Körperfettschätzung, etwa mit der Navy-Methode, und der FFMI helfen bei der Einordnung, sind für kleine Veränderungen aber oft zu ungenau. Gib dem Ganzen mindestens acht bis zwölf Wochen.