Eine Kreatin-Ladephase ist ein kurzer Zeitraum zu Beginn der Kreatin-Einnahme, in dem du mehr Kreatin nimmst als später, damit sich die Speicher in der Muskulatur schneller füllen. Danach geht es mit einer kleineren Erhaltungsmenge weiter. Die Alternative ist, von Anfang an nur die Erhaltungsmenge zu nehmen. Dann füllen sich die Speicher langsamer.
Was auf der Waage passiert
Mit dem Kreatin gelangt Wasser in die Muskelzellen. Der Anstieg beginnt, solange sich die Speicher füllen, und endet, wenn sie voll sind. Danach hält Kreatin das Gewicht auf dem neuen Niveau, ohne es weiter zu erhöhen.
Mit einer Ladephase füllen sich die Speicher schneller, die Stufe zeigt sich deshalb früher und auf wenige Tage zusammengedrängt. Ohne Ladephase verteilt sie sich über einen längeren Zeitraum und ist im Trend schwerer von einer echten Zunahme zu unterscheiden. Wie hoch die Stufe ausfällt, ist individuell verschieden, du misst sie am besten an dir selbst.
So liest du den Trend
Bewerte deine Wochenrate nicht während der Ladephase und nicht in den Tagen direkt danach. Erst wenn der Trend wieder gleichmäßig läuft, zeigt die Steigung dein echtes Tempo. Lass diese Wochen auch aus jeder Berechnung deines Erhaltungsbedarfs heraus, sonst rechnest du Wasser als Fett oder Muskel.
Beispiel: Steigt dein Trend in der Woche des Starts um 0,9 kg und bleibt dann stehen, entspräche das als Fett rund 6.900 kcal Überschuss. Hast du nicht mehr gegessen, ist es Wasser. Die Zahlen sind ein Rechenbeispiel.
Setze am ersten Tag eine Notiz oder einen Marker, damit du die Stufe später zuordnen kannst. Bei Nierenerkrankungen oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme sprich die Einnahme vorher ärztlich ab.